ITB infoservice 07/2014 - 8. Schwerpunktausgabe: Forschungspräsenzen internationaler Akteure in Asien

In der vorliegenden achten Schwerpunktausgabe des ITB infoservice „Forschungspräsenzen internationaler Akteure in Asien“ werden ausländische Strategien und Beispiele zum Aufbau sichtbarer Forschungspräsenzen in Asien vorgestellt. Derartige Kooperationen sind ein zunehmend wichtiger Bestandteil der Internationalisierung von Forschungsorganisationen und Universitäten.

Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es Präsenzen europäischer Forschungseinrichtungen in Asien, Afrika und Lateinamerika. Traditionell war deren Gründung durch den Wunsch getrieben, Zugang zu lokalen Untersuchungsgegenständen zu sichern.

„Der Trend zum Aufbau von Forschungspräsenzen hat sich in den letzten 10-15 Jahren deutlich verstärkt. Hierbei kommen neue Akteure auf den Plan und die Motive für die Gründung solcher Einrichtungen haben sich diversifiziert. Im besonderen Fokus steht Asien – offensichtlich hat die Dynamik des asiatisch-pazifischen Forschungsraumes den Trend zur Gründung von Forschungspräsenzen maßgeblich beeinflusst“, so Dr. Gerold Heinrichs, Abteilungsleiter für Amerika, Asien und Ozeanien im Internationalen Büro beim Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Treiber für diese Entwicklung sind oftmals ambitionierte Programme zur Entwicklung internationaler Hightech-Standorte. „Die entstehenden Cluster sind Kristallisationspunkte für die Ansiedlung ausländischer Forschungspräsenzen“, erläutert Dr. Silke Stahl-Rolf, Leiterin der Gruppe Innovationsstrategien und Internationalisierung in der Abteilung Innovationspolitik der VDI Technologiezentrum GmbH.

Der einführende Artikel der Schwerpunktausgabe gibt zunächst einen Überblick über die Aspekte und Instrumente der Internationalisierung sowie die Entwicklung von Präsenzen im Ausland und ihre Relevanz in der Forschung.

Im darauf folgenden Abschnitt werden die strategischen Überlegungen entsendender Institutionen, ihre Motivation, rechtliche Rahmenbedingungen, genutzte Ressourcen und Perspektiven betrachtet. Hier wird das Thema aus europäischer Sicht anhand von Beispielen aus der Schweiz, Frankreich, Belgien und Dänemark beleuchtet.

Anschließend geht es um den asiatischen Blickwinkel. Es werden die Strategien und Motivation zur Gewinnung ausländischer Forschungspräsenzen zum Beispiel über die erfolgreiche Etablierung von Clustern und das CREATE-Programm in Singapur vorgestellt.

Abschließend folgen Beispiele erfolgreicher internationaler Kooperationen mit Präsenzen in Asien, wie zum Beispiel VTT Korea, einem erfolgreich agierenden finnischen Satelliten vor Ort.

Inhalt der Ausgabe

Editorial

Einführung

Strategische Überlegungen der entsendenden Organisationen

Strategische Überlegungen aufnehmender Länder und Organisationen

Forschungspräsenzen in Asien – Fallbeispiele

 

 

Informationen

Datum
August 2014
Themen
Sprachen
Deutsch, Englisch
Tags