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Hannover Messe 2026

VDI TZ begleitet Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 „Empowering Indsutrial AI Ecosystems“

Klares Signal aus Politik und Wirtschaft auf der Hannover Messe 2026: Jetzt ist der Moment für Industrial AI. Am Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 präsentieren 27 Partner aus Industrie und Forschung innovative Lösungen für die Transformation mit industrieller KI. Das VDI Technologiezentrum verantwortete den Stand zusammen mit der ifok GmbH.

„AI wird Einzug halten. Für uns ist das eine Riesenchance, weil wir sitzen durch unsere hohe industrielle Fertigungstiefe […] auf einem riesigen Datenschatz“, so brachte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf dem Leaders' Dialogue der Hannover Messe auf den Punkt, was die ganze Messewoche prägte: Das Potenzial von Industrial AI für die industrielle Wertschöpfung ist greifbar – jetzt kommt es auf die Umsetzung an. 

Die entscheidende Grundlage dafür sind kollaborative Datenökosysteme und eine souveräne digitale Infrastruktur. Den Aufbau dieses Fundaments hat das VDI TZ in den vergangenen Jahren im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums begleitet – über die Geschäftsstelle der Plattform Industrie 4.0 und die Projektträgerschaften zu Manufacturing-X und 8ra. Wie weit diese Arbeit heute trägt, präsentierte der Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 mit 27 Partnern und wurde vom VDI TZ zusammen mit der ifok GmbH organisiert.

Gemeinschaftsstand Plattform Industrie 4.0: Empowering Industrial AI Ecosystems

Auf 560 Quadratmetern erlebten zahlreiche Besuchende am Gemeinschaftsstand das Zusammenspiel aus souveräner Infrastruktur und Datenökosystemen als konkrete Enabler für Industrial AI.

Die Initiative Manufacturing-X zeigte gemeinsam mit Partnern wie Airbus, BASF und Intel, anschaulich an einem Demonstrator, dass Daten bereits heute innerhalb eines souveränen, interoperablen Ökosystems geteilt werden können. 

Wie eine souveräne, föderierte Cloud-Edge-Infrastruktur den entscheidenden Rahmen für die digitale Transformation der Industrie in Europa bildet, verdeutlichte die 8ra Initiative. Verschiedene interaktive Anwendungsbeispiele machten die komplexe Architektur des Cloud-Edge-Kontinuums greifbar und verständlich. Darüber hinaus lud die Initiative interessierte Partner dazu ein, Teil des Ökosystems zu werden und die Weiterentwicklung gemeinsam mit den bestehenden Partnern aktiv voranzutreiben. 

„Es freut mich zu sehen, wie sich Industrie 4.0 über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt hat. Von RAMI 4.0 über Datenräume wie Manufacturing-X, die jetzt die Basis bilden, um KI in der industriellen Applikation umzusetzen“, erläuterte Daniel Senff, Bereichsleitung Digitalisierung und Mobilität am VDI Technologiezentrum und Leiter der Geschäftsstelle Plattform Industrie 4.0. 

Hochrangiger Besuch am Stand

Das Interesse an diesen Entwicklungen spiegelte sich in den Standbesuchen wider: Sowohl Bundeswirtschaftsministerin Reiche als auch zahlreiche C-Level aus der Industrie informierten sich über den Fortschritt der Förderprojekte, darunter Rheinmetall-CEO Armin Papperger, Cedric Neike, Mitglied des Vorstands und CEO Digital Industries der Siemens AG sowie Henrik Schunk, Vorstandsvorsitzender der SCHUNK SE & Co KG und Geschäftsführer Next Level Mittelstand GmbH.

Ein Zeichen für die wachsende internationale Bedeutung der Industrieinitiativen waren die internationalen Delegationen, die den Gemeinschaftsstand gezielt als Plattform für Austausch und Vernetzung nutzten.

Aufbruchstimmung auf dem Leaders‘ Dialogue

Unter dem Leitthema „Industrial AI“ stand auch der Leaders’ Dialogue, den das VDI TZ erneut fachlich und organisatorisch begleitete. Vor über 500 Gästen diskutierten neben der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche u. a. Dr. Rolf-Dieter Jungk (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, BMFTR), Dr. Tanja Rückert (Robert Bosch GmbH), Cedrik Neike (Siemens) und Sabina Klauke (Airbus) auf den High-Level-Panels. 

Cedrik Neike skizzierte den Schritt von Industrie 4.0 zu „Industry4.AI" und benannte, was es dazu braucht: Neugier, Demut und den Mut, Silos aufzubrechen und Daten zu teilen – den zentralen Rohstoff des KI-Zeitalters.

Auch Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär am BMFTR, hob die Bedeutung ganzheitlichen Denkens hervor, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und Europa zu stärken. Es seien Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen notwendig – zwischen Forschung und Anwendung sowie innerhalb der Unternehmenswelt.

Insgesamt waren sich die hochrangingen Podiumsgäste einig: Deutschland hat mit seinen etablierten Standards für den Datenaustausch eine gute Ausgangslage im globalen Wettbewerb um industrielle KI. Jetzt müsse konsequenten Umsetzung und Skalierung folgen.

Die Plattform Industrie 4.0 lädt alle Branche dazu ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Das Ziel: Industrial AI bis 2030 in der gesamten Industrie fest zu verankern.