Neue Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit" – Weniger Bürokratie, mehr Tempo, mehr Wirkung
Wie gestalten wir Innovationen für eine nachhaltige Zukunft? Beim Forum „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA) diskutierten am 24 und 25. Juni im Futurium Berlin über 200 Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft den Aufbruch rund um die neue FONA-Strategie, die durch Forschungsministerin Dorothee Bär erstmals vorgestellt wurde. Das VDI Technologiezentrum hat die Veranstaltung inhaltlich und organisatorisch begleitet.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär setzte gleich zu Beginn des Forums einen klaren Kurs: Nachhaltigkeitsforschung soll schneller, mutiger und wirksamer werden. Dafür verknüpft die neue FONA-Strategie Nachhaltigkeitsforschung mit Innovationen für neue Wettbewerbschancen und nachhaltiges Wirtschaften. Drei Fördermodule sollen entlang der gesamten Innovationskette systematisch unterstützen: FONA-Insight steht für die Generierung neuen Wissens, FONA-Impact für die schnelle Überführung in marktfähige Lösungen und FONA-Ignite fördert gezielt visionäre, risikoreiche Ideen.
Als erstes konkretes Format aus FONA-Ignite kündigte Dorothee Bär die „Ideenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen" an. Sie soll Freiräume für unkonventionelle Lösungen und disruptive Ideen schaffen. „Forschung muss schneller in die Anwendung kommen. Dafür wollen wir auch experimentelle Förderformate testen, so haben wir es in der Hightech Agenda Deutschland festgehalten“, erklärte Bär.

Wie Sich der Weg von der Grundlagenforschung bis zur Skalierung marktfähiger Produkte und Dienstleistungen durchlässiger gestalten lässt, stand im Fokus des anschließenden Panels. Dr. Rolf-Dieter Jungk, Staatssekretär im BMFTR, diskutierte mit Prof. Dr. Ricarda Winkelmann vom Max-Planck-Institut für Geoanthropologie, Isabel Thoma von traceless materials und Prof. Dr. Thomas Brück von der TU München über das wirtschaftliche Potenzial nachhaltiger Innovationen.
Danijel Višević, Mitgründer des World Fund, brachte die Perspektive der Investoren ein: Privates Kapital sei ein entscheidender Hebel, damit Forschungsergebnisse sich tatsächlich als Innovationen am Markt durchsetzen und so einen signifikanten Beitrag zu Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder Erhalt der Biodiversität leisten können.

Wie schon beim FONA-Forum 2024 setzte die Veranstaltung auf interaktive Formate: In wechselnden Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden konkrete Wege, um die Innovationsdynamik in der Nachhaltigkeitsforschung zu stärken. Eine begleitende Ausstellung aktueller FONA-Projekte bot zudem die Gelegenheit, die Potenziale der neuen Strategie an realen Beispielen zu diskutieren und direkte Kontakte zu BMFTR-Referaten zu knüpfen.
Neu in diesem Jahr war ein begleitendes Online-Format mit Livestream, welches das interaktive Format erstmals über den Veranstaltungsort hinaus für ein digitales Publikum öffnete.

Den Abschluss bildete eine Fishbowl-Diskussion mit Staatssekretär Dr. Jungk. Das gemeinsame Fazit: Das FONA-Forum 2026 war der Startschuss. Weitere Formate zur Ausgestaltung und Umsetzung der neuen Strategie sollen folgen.
Mehr Informationen: fona.de
Hintergrund
Im Rahmen der Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ (FONA) investiert das BMFTR jährlich mehr als 800 Millionen Euro in Forschung und Innovation. Die Strategie verbindet ökologische Verantwortung mit Wettbewerbsfähigkeit und technologischer Souveränität. Das VDI TZ unterstützt das BMFTR als Projektträger „Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Transfer“ unter anderem bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der FONA-Strategie sowie bei begleitenden Maßnahmen wie Fachinformation und Veranstaltung wie dem FONA-Forum.