Schneller als die Sonne erlaubt

Bundesfinale SolarMobil Deutschland in Dortmund

Meldung vom 29. September 2014 aus dem Bereich Innovationsbegleitung. Kategorien sind Elektromobilität, Elektroniksysteme, Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit. Quelle: VDI Technologiezentrum GmbH

Bei SolarMobil Deutschland müssen Schülerinnen und Schüler mit der Kraft der Sonne eine zehn Meter lange Strecke überwinden. (Bild: VDE / Heinz Worms)

Knapp 200 Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 18 Jahren haben letztes Wochenende beim Schülerwettbewerb SolarMobil Deutschland vom Verband der Elektrotechnik VDE und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ihre selbstgebauten Solarmodellfahrzeuge auf dem Dortmunder Friedensplatz ins Rennen geschickt. Wir haben die Veranstaltung im Auftrag des BMBF betreut.

Um Geschwindigkeit ging es in der Kreativklasse nicht, fahren mussten die bunten Flitzer hier aber trotzdem. Die Jury überzeugt hat das „Solarbienchen“ vom Regionalwettbewerb Erfurt durch seine umweltbewusste Gestaltung sowie die gute Einsatzfähigkeit der Konstruktion. Auf der Rennstrecke setzte sich in der Ultraleichtklasse A das Team "Die Marianisten" aus Kassel mit einer federleichten Konstruktion aus Balsa-Holz und Styrodur-Platten durch. In der Ultraleichtklasse B siegte der „Solarlux“ aus Emden, der mit einer 164 Gramm schweren Holzkonstruktion schon fast zu den Schwergewichten der Rennklasse gehörte.

Der Regionalwettbewerb Erfurt gewinnt mit „Silberpfeil“ den Sonderpreis für das Kreativste Rennfahrzeug in der Ultraleichtklasse A. Die 14jährigen Erbauer überzeugten mit einer stromlinienförmigen Karosserie. Im freien Start erhielt das Fahrzeug „Q132“ den Sonderpreis für das kreativste Rennfahrzeug in der Ultraleichtklasse B mit einer Aluminium-Holz-Carbon Konstruktion. Die Teilnehmer aus der Ravensberger Erfinderwerkstatt erhielten den Sonderpreis für das beste Poster in der Ultraleichtklasse A. Der Preis für das kreativste Poster in der Ultraleichtklasse B ging an das Team des Jakob-Fugger-Gymnasiums  „Photon Interceptor“.

Herausforderung Tunneldurchfahrt

In der Rennklasse schicken die Teilnehmer ihre Solarmodelle auf einer zehn Meter langen Strecke in den Wettbewerb. Sie treten dabei in zwei Gruppen an: in Gruppe A für die Klassenstufen vier bis acht und in Gruppe B für die Klassen neun bis 13. Die älteren Starter müssen zusätzlich eine Tunneldurchfahrt bewältigen. Für die Fahrzeuge steht die maximale Größe der jeweiligen Solarzellen, die die Nachwuchstüftler einbauen, fest, über das Material und die Bauweise entscheiden die Teams selbst.

Die Teilnehmer hatten sich zuvor in 15 Regionalwettbewerben in Augsburg, Bremen, Bühl, Chemnitz, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Emden, Erfurt, Ettenheim, Frankfurt a. M., Glücksburg, Göttingen, Kassel und Wietow (bei Wismar) oder als freie Starter für die Teilnahme qualifiziert. Ziel des Wettbewerbs ist es, kreative Köpfe für erneuerbare Energien und neue Konzepte der Mobilität zu begeistern. Jeweils die ersten vier Plätze in den beiden Rennklassen und der Kreativausstellung wurden mit Geldpreisen ausgezeichnet, hinzu kamen Sonderpreise für die Postergestaltung.   

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