Photonik in den Lebenswissenschaften: intensiver Austausch bei Statusseminar in Hamburg

Meldung vom 03. Januar 2019 aus dem Bereich Forschungsförderung. Kategorien sind Optische Technologien und Öffentlichkeitsarbeit. Quelle: VDI TZ

Rund 160 Teilnehmer fanden sich zum Statusseminar „Photonik in den Lebenswissenschaften“ in Hamburg ein. Dr. Horst Wenck begrüßte die Forschenden im Auditorium der Beiersdorf AG. (Bildquelle: Beiersdorf AG/Henriette Pogoda)

Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich zum Statusseminar „Photonik in den Lebenswissenschaften“ am 28. November 2018 bei der Beiersdorf AG in Hamburg ein. Sie nutzen Licht als Werkzeug, um Lösungen für Herausforderungen aus Medizin, Umweltanalytik und Lebensmittelsicherheit zu erforschen. Den aktuellen Stand und die Zielsetzungen ihrer Projekte diskutierten die Forschenden bei 45 Posterpräsentationen und elf Vorträgen sowie anhand von sieben Exponaten – letzteres ein Novum des diesjährigen Treffens.

Gemeinsames Ziel: schneller Transfer aus der Forschung in die Anwendung
Das große Spektrum der Anwendungsgebiete macht die Vernetzung innerhalb der Community und den Austausch zwischen Forschenden aus Wissenschaft und Industrie ebenso wichtig wie notwendig. Schließlich soll das Erfolgsrezept der interdisziplinären Zusammenarbeit auch in Zukunft aufgehen. „Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Ergebnisse möglichst schnell für die Anwendung in der Praxis umzusetzen“, erläutert Professor Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) in Jena, der das Statusseminar mit eröffnete. „Diesen Transfer von Innovationen unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), indem es Projekte fördert, die das Potenzial haben, in der Diagnostik und Therapie gewinnbringend eingesetzt zu werden, die Umweltanalytik zu verbessern oder die Qualität von Lebensmitteln zu sichern.“

Erweiterung um neue Themen wie Big Data und KI
Lichtbasierte Technologien für lebenswissenschaftliche Anwendungen sollen auch künftig einen Schwerpunkt der Forschungsförderung im Bereich Photonik bilden. So sollen zum Beispiel im Rahmen einer neuen Förderinitiative unter der Überschrift „Computer-aided Photonics“ Algorithmen zur Auswertung von Daten, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Verfahren zur Handhabung von Big Data erforscht werden. In diese Richtung orientieren sich bereits heute einige der vom BMBF unterstützten Forschungsprojekte; ein Zeichen für die Innovationskraft der Forschenden aus Wissenschaft und Industrie, die aufkommende Themenfelder und Technologien rasch in ihre Arbeit integrieren.

VDI TZ bringt Community zusammen
Das Statusseminar „Photonik in den Lebenswissenschaften“ findet alle zwei Jahre statt; in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal. Es versammelt alle vom BMBF geförderten Projekte mit einem entsprechenden thematischen Bezug. Ziel des Treffens ist der intensive fachliche Austausch zwischen den Forschenden über die Grenzen des einzelnen Projektes hinweg. Außerdem soll das zuständige Referat im BMBF (Referat 515 „Quantensysteme; postdigitale Computer“ unter der Leitung von MinR Dr. Frank Schlie) über die aktuellen Ergebnisse und die Zielsetzungen der Forschungsvorhaben informiert werden. Mit der Beiersdorf AG konnte auch in diesem Jahr ein namhaftes, international agierendes Unternehmen aus Deutschland als Gastgeber des Statusseminars gewonnen werden. Ein äußerst angeregter Austausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach den Vorträgen, an den Postern und Exponaten sowie in den Pausen machte das Statusseminar zu einem Erfolg. Die Gruppe FF-LOF der VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) ist Projektträger für das BMBF im Bereich der Photonik und Quantensysteme und ist für die Organisation der Statusseminare verantwortlich.

Ihr Ansprechpartner bei der VDI TZ:
Thomas Sandrock
Tel.: +49 (0) 211 6214 – 443
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Tags: Photonik, Big Data, BMBF