MEDICA 2015: Daten, die gesund machen

VDI Technologiezentrum betreut als Projektträger Gesundheitswirtschaft Stand der Bundesregierung

Meldung vom 18. November 2015 aus dem Bereich Forschungsförderung. Kategorien sind Projektträgerschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Zukunftsforschung und Gesundheitswirtschaft. Quelle: VDI TZ GmbH

Die vielen Tools und Erweiterungen der Plattform medizintechnologie.de wurde auf der MEDICA vorgestellt. Bildquelle: VDI TZ GmbH

Medizinische Forschung stärken und Patientenversorgung verbessern. Das sind die beiden Ziele, die das neue Förderkonzept Medizininformatik beinhaltet – vorgestellt durch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka auf der diesjährigen MEDICA in Düsseldorf. Es geht im Kern um Digitalisierung und E-Health – also um die Frage, wie zwischen Medizin und Informatik eine Brücke geschlagen werden kann. Mit dabei auf der weltweit größten Medizinmesse sind die Berliner Innovationsspezialisten der VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ GmbH): Als Projektträger Gesundheitswirtschaft betreuen sie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung den Stand der Bundesregierung (Halle 15/B05).

„Die Bundesregierung – Medizintechnik in Deutschland“
So lautet das Motto der diesjährigen Messepräsenz der Bundesregierung in deren Fokus das neue Förderkonzept Medizininformatik steht. Bis zu 100 Millionen Euro stellt das Bundesforschungsministerium  in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung, um innovative IT-Lösungen zu fördern: Der Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg soll so künftig möglich werden.

Deutschland muss beim Thema E-Health aufholen
Bei der Vorstellung des neuen Förderprogramms Medizininformatik kritisierte Wanka, dass Deutschland im internationalen Vergleich beim Thema E-Health hinterher hinke. In Europa seien besonders Großbritannien und die skandinavischen Länder schon weiter. „Versorgungsdaten und Forschungsdaten werden nicht verbunden. Wir vergeben hier große Chancen", sagte sie. Der bereits jetzt riesige Datenschatz in Medizin und Forschung wachse kontinuierlich weiter, werde aber noch unzureichend genutzt. Unabdingbare Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass die in Deutschland sehr strengen datenschutzrechtlichen Standards und Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Plattform medizintechnologie.de bringt Medizinunternehmen auf den digitalen Weg
Die Plattform medizintechnologie.de ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die ebenfalls von den Technologieberatern der VDI TZ GmbH betreut wird. Innovatoren finden dort tagesaktuelle News sowie umfassende Dossiers und Hintergrundberichte: Diese spiegeln die Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung, leiten Versorgungsbedarfe ab, analysieren Innovationsfelder und Markttrends im In- wie Ausland und informieren über aktuelle politische wie regulatorische Aktivitäten. Die Neuerung zur MEDICA: Im personalisierten Bereich "MeinMedizintechnologie.de" können Nutzer Informationen individuell anordnen und wie auf einer virtuellen Pinnwand im Blick behalten. Zusätzlich stehen ihnen interaktive Tools zur Verfügung, die bei wichtigen Meilensteinen, wie der Risikoklassifizierung oder der Refinanzierungsstrategie, im Innovationsprozess eine Entscheidungshilfe sind. Die Ergebnisse können sie abspeichern, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verwenden oder mit anderen Personen zu teilen.

Mehr Informationen: www.medizintechnologie.de

Tags: Gesundheit, Pharmazie, Medizintechnik, Messen, Gesundheitswirtschaft