„Digitalisierung weiterdenken“: Neue Studie veröffentlicht!

Meldung vom 12. April 2018 aus dem Bereich Innovationspolitik. Kategorien sind Studien & Analysen und Öffentlichkeitsarbeit. Quelle: VDI TZ

Studie „Digitalisierung weiterdenken“ (Bildquelle: DIHK Service GmbH)

Unternehmen benötigen bei der Bewältigung von Qualifizierung 4.0 oftmals Unterstützung – etwa von regionalen Fachkräftenetzwerken. In der Studie wird herausgearbeitet, in welchem Maße sich Fachkräftenetzwerke bereits heute bei der Qualifizierung für die Digitalisierung engagieren und wie sie sich in diesem Handlungsfeld zukünftig besser aufstellen können. Anhand von Fallstudien werden Maßnahmen vorgestellt, wie Fachkräftenetzwerke Unternehmen unterstützen können, darunter u. a.:

  • Erheben von Bedarfen und Erfassung des Standes der Digitalisierung in KMU im Rahmen von Potenzialberatungen
  • Orientierung in den vielfältigen regionalen Qualifizierungslandschaften
  • Tools und Verfahren zur Feststellung digitaler Kompetenzen der Beschäftigten
  • Innovationswerkstätten oder -labore zu unternehmensübergreifenden Qualifizierungsthemen
  • Begleitung der Einführung digitaler Technologien und Prozesse im Betrieb
  • Erarbeitung und Erprobung von pilothaften Qualifizierungsangeboten

Ein wichtiges Ergebnis ist, dass vielfach die Zusammenarbeit zwischen Fachkräftenetzwerken und weiteren Akteuren für die Digitalisierung – wie etwa den Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren – noch ausbaufähig ist. Außerdem werden Entwicklungsperspektiven und zukünftige Handlungsoptionen aufgezeigt – für die Netzwerke selbst und für politische Entscheidungsträger.

Dr. Silke Stahl-Rolf, Leiterin der Abteilung Innovationspolitik in der VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) und Projektleiterin der Studie, dazu: „Wir sehen, dass sich die Fachkräftenetzwerke intensiv mit dem Thema ‚Digitalisierung‘ beschäftigen. Aber es gibt auch Hinweise darauf, dass die Schere zwischen digitalisierungsschwachen und digitalisierungsstarken Regionen größer wird – nicht zuletzt aufgrund zunehmender Fachkräfteengpässe auch in digitalisierungsschwachen Regionen. Hier sind maßgeschneiderte Konzepte für die Regionen und ihre Fachkräftenetzwerke gefragt. Wir zeigen dafür konkrete Beispiele.“

Hintergrundinformationen
Für Arbeitgeber ist die Sicherung von Fachkräften im eigenen Unternehmen ein zentrales Thema. Aus diesem Grund sind in vielen Regionen der Bundesrepublik in den letzten Jahren individuell zugeschnittene Projekte, Initiativen und Netzwerke entstanden. Das Innovationsbüro „Fachkräfte für die Region“ hat die Aufgabe, die Arbeit bestehender Netzwerke transparent zu machen und Prozesse innerhalb der Netzwerke und ihrer Akteure zu verbessern und zu professionalisieren. Dabei unterstützen sie sowohl die Zusammenarbeit innerhalb der Regionen als auch zwischen den jeweiligen Akteuren. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen, Arbeitsagenturen und Jobcenter, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Kommunen, Bildungsinstitutionen und Verbände.

Technologieberaterinnen und -berater der VDI TZ haben die Studie zusammen mit Projektpartnern der Universität Duisburg-Essen im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und im Rahmen des Projektes „Innovationsbüro Fachkräfte für die Region“, das von der DIHK Projekt GmbH koordiniert wird, erstellt.

Zur Studie: „Digitalisierung weiterdenken – Qualifizierungsbedarfe von KMU erkennen und im Netzwerk Fachkräfte in der Region sichern“

Tags: Fachkräftemangel, Weiterbildung, Digitalisierung, Facharbeiter, Publikationen