Auf dem Weg zu einer digitalen Gesundheitsversorgung

Meldung vom 13. April 2015 aus dem Bereich Forschungsförderung. Kategorien sind Projektträgerschaft und Gesundheitswirtschaft. Quelle: VDI TZ

Bild: conhIT 2014

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will das Zusammenwachsen der Gesundheitswirtschaft mit dem IT-Sektor fördern. Im Rahmen der Messe Connecting Healthcare IT (conhIT), die vom 14. bis 16. April auf der Messe Berlin stattfindet, informieren Mitarbeiter der VDI Technologiezentrum GmbH als BMBF-Projektträger Gesundheitswirtschaft über entsprechende Fördermaßnahmen. Der Stand des BMBF befindet sich in Halle 4.2 / A-111.

Die Welt der Digitalen Therapie

Der Begriff der „digitalen Therapie" steht noch in keinem Lehrbuch. Doch immer mehr medizinische Disziplinen nutzen IT-Lösungen nicht mehr nur zur Kommunikation. Immer häufiger werden Patienten mit Hilfe von Bits und Bytes geheilt. Das Spektrum reicht dabei von der Online-Therapie bei Depressionen über den Einsatz von Computerspielen in der Rehabilitation bis zum digital gestützten Verhaltenstraining. Darüber hinaus bergen digitale Systeme ein großes Potenzial für die Vernetzung von Medizinprodukten im Versorgungsumfeld und bei deren digitaler Fertigung.

Mit der Fördermaßnahme „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung" will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) digitale Therapien und Therapieunterstützungssysteme, digitale Versorgungs- sowie Fertigungsketten auf den Weg bringen. Die VDI Technologiezentrum GmbH in Berlin als Projektträger Gesundheitswirtschaft des BMBF informiert über Förderziele und -bedingungen der Maßnahme:

im Rahmen der conhIT, Messe Berlin, am BMBF-Stand in Halle 4.2 / A-111 sowie bei einer Infoveranstaltung am 15. April 2015 um 11 Uhr in Raum Lindau 6/Halle 2.2/7

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, über Projektideen im Einzelgespräch mit dem Projektträger noch vor der Einreichungsfrist am 30. Juni 2015 zu diskutieren. Sowohl die Teilnahme an der Infoveranstaltung als auch die Einzelgespräche sollten vorab per E-Mail angemeldet werden: veranstaltungen.medizintechnik-junk@vdi.de. Angemeldete Teilnehmer erhalten von der VDI Technologiezentrum GmbH kostenlose Tageskarten für den Besuch der Messe.

Was wird gefördert?

Das Ministerium setzt auf branchenübergreifende Kooperationen zwischen der Medizintechnikbranche, Einrichtungen des Gesundheitswesens und IT-Unternehmen. Damit folgt das BMBF den Empfehlungen aus dem Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik". Das BMBF adressiert vorrangig industriegeführte oder industrielle Konsortien, die in Verbundprojekten marktfähige Medizinprodukte für die digitale Gesundheitsforschung erforschen und entwickeln. Förderungswürdig sind vor allem Verbundprojekte zwischen Medizintechnikunternehmen und der IT-Branche, die die Position der beteiligten Unternehmen am Markt stärken. Sie sollen sich therapienah an Versorgungsketten ausrichten, einen belegten medizinischen oder versorgungsseitigen Bedarf decken und einen Mehrwert für die Diagnose -  Therapie - Nachsorge/Rehabilitation erkennen lassen. Auch wissenschaftliche Vorprojekte zum Themenkomplex "Digitale Therapien" können Gegenstand der Förderung sein. Um im Sinne des Strategieprozesses vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Medizintechnik zu stärken, lobt das BMBF zudem halbjährlich Fördermittel für die Maßnahme "KMU-innovativ Medizintechnik" aus. Was für Projekte unter welchen Bedingungen förderfähig sind, erläutern die VDI-Mitarbeiter am BMBF-Stand.

Die Nationale Informationsplattform Medizintechnik

Darüber hinaus präsentiert die VDI Technologiezentrum GmbH die Nationale Informationsplattform Medizintechnik: www.medizintechnologie.de. Das Webportal bietet breit gefächerte Informationen an der Schnittstelle zwischen öffentlicher Hand und privatem Sektor, um KMU im Innovationsprozess zu unterstützen. IT-Firmen erleichtert es mit einer umfassenden „Akteursdatenbank" die Suche nach Partnern aus der Medizintechnik. Herzstück ist der InnovationsLOTSE, ein Leitfaden für Medizinprodukte-Entwickler, der Unterstützung im gesamten Innovationsprozess bietet, angefangen bei Forschung und Entwicklung über Zertifizierung und Markteinführung bis hin zur Erstattung von Medizinprodukten. Der InnovationsLOTSE geht anlässlich der conhIT online. Die VDI Technologiezentrum GmbH am Standort Berlin als Projektträger Gesundheitswirtschaft und Geschäftsstelle für den Nationalen Strategieprozess setzt die Nationale Informationsplattform Medizintechnik in Kooperation mit Forum MedTech Pharma e.V., Nürnberg, um.

Der Nationale Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik"

Im Rahmen des Strategieprozesses diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung, Selbstverwaltung und Politik die Herausforderungen für Innovationen in der Medizintechnik. Ziel war und ist, den Wandel der Medizintechnik-Branche vom Produkthersteller zum Anbieter medizinischer Lösungen zu unterstützen. Forschung soll sich stärker als bisher am medizinischen Bedarf ausrichten und in anwendungsfähigen Produkten münden, die tatsächlich geeignet sind, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Im Zuge des Strategieprozesses wurde der Grundstein für die Nationale Informationsplattform Medizintechnik gelegt.

Weitere Informationen

Unter www.medizintechnologie.de – finden Sie ein ausführliches Themendossier über „Digitale Medizin".

Auf digitale Therapien fokussiert das Dossier "Heilen mit Bits und Bytes"

Auch der vollständige Originaltext der Bekanntmachung ist dort veröffentlicht.

 

Pressekontakt

Jana Ehrhardt-Joswig

VDI Technologiezentrum GmbH

Tel.: (0 30) 275 95 06-60

ehrhardt-joswig@vdi.de

Tags: Medizintechnologie, IT, Forschung und Entwicklung