Förderrichtlinie

Mit der Richtlinie zum „Innovationsprogramm zur Unterstützung von Diversifizierungsmaßnahmen von Unternehmen der Verteidigungsindustrie in zivile Sicherheitstechnologien“ (DIVERS) vom 24. November 2016 hat das Bundeswirtschaftsministerium ein neues Förderprogramm für Verteidigungsunternehmen aufgelegt.

Die Verteidigungsindustrie ist eine Schlüsselbranche von nationalem Interesse, die aus sicherheits-, technologie- und wirtschaftspolitischer Sicht eine hohe strategische Bedeutung aufweist. Diese Schlüsselbranche ist in Deutschland infolge globaler Veränderungen mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Der Erhalt und die Weiterentwicklung wehrtechnischer Kompetenzen lassen sich vor diesem Hintergrund kaum mehr durch den alleinigen Umsatz mit Rüstungsgütern erreichen. Demgegenüber hat der Markt für zivile Sicherheitstechnologien überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven. Für die deutsche Verteidigungsindustrie bietet sich die Chance, am künftigen Wachstum und technischen Fortschritt des zivilen Sicherheitsmarktes zu partizipieren. Durch Teilnahme an der dynamischeren zivilen Sicherheitsforschung können gezielt Synergieeffekte für den wehrtechnischen Bereich genutzt und das bestehende wehrtechnische Produktportfolio um zivile Sicherheitslösungen erweitert werden. Die Diversifizierung ist allerdings mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden und stellt Unternehmen der Verteidigungsbranche vor Herausforderungen.

Das Innovationsprogramm DIVERS des BMWi hat das Ziel, die Risiken für Verteidigungsunternehmen abzumildern, wenn sie ihr Produktspektrum auf zivile Sicherheitstechnologien ausdehnen möchten. Um dies zu erreichen, werden Entwicklungsprojekte gefördert, bei denen Unternehmen der Verteidigungsindustrie – üblicherweise gemeinsam mit weiteren Industrie- und Forschungspartnern sowie zivilen Endanwendern – militärische Lösungen an die Bedarfe des Marktes für zivile Sicherheitstechnologien adaptieren.

Förderrichtlinie zum Innovationsprogramm DIVERS