Ideenwettbewerb Biologisierung der Technik

Einreichungsfrist: 12. Mai 2020 – 20. September 2020

Materialien VON, FÜR und DURCH die Natur, Copyright Prof. Peter Fratzl. Mit freundlicher Genehmigung des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung.

Bekanntmachung auf der BMBF-Homepage.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt auf der Grundlage der Rahmenprogramme „Vom Material zur Innovation " und „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ sowie der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte im Rahmen eines „Ideenwettbewerbs Biologisierung der Technik“ zu fördern, die einen klar erkennbaren Bezug zur Material- und Werkstoffforschung oder Produktionsforschung (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse) aufweisen.

Basierend auf den Ergebnissen der beiden vom BMBF geförderten Studien „Innovationspotenzial biologisch inspirierter Materialien und Werkstoffe“ und „Biologische Transformation der industriellen Wertschöpfung“ wurde erstmals das Potenzial der „Biologisierung“, d. h. der Nutzung und Integration biologischer Ressourcen, Prozesse, Verfahren und Prinzipien systematisch in verschiedenen technischen Anwendungsfeldern untersucht. (https://www.werkstofftechnologien.de/service/meldungen/detailansicht/default-6ec7336af4, www.biotrain.info/). Hierin wurde deutlich, dass die Nutzung der Prinzipien der Natur für die Wertschöpfung – in den drei Stufen Inspiration, Integration und Interaktion (s. www.biotrain.info) – den deutschen Forschungs- und Industriestandort erhebliche Chancen u.a. für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz sowie neue Produkte und Geschäftsmodelle bietet.

Mit dem Ideenwettbewerb soll ein erster Schritt unternommen werden, das in Deutschland verfügbare Wissen im Hinblick auf die technische Machbarkeit und die Umsetzung in industriellen Nutzen in den beiden Schlüsseltechnologien „Neue Werkstoffe und Materialien“ und „Produktionsforschung“ (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse) zur Geltung zu bringen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen Impulse für die weitere Ausgestaltung zukünftiger BMBF-Förderaktivitäten im Kontext der Biologisierung der Technik geben.

Gegenstand der Förderung sind Einzel- oder Verbundprojekte, die anhand einer konkreten technischen Fragestellung das Potenzial biologischer Ressourcen, Verfahren, Prozesse oder Prinzipien für industrielle Anwendungen aufzeigen. Der Schwerpunkt der Arbeiten muss hierbei entweder auf der Material- und Werkstoffforschung oder Produktionsforschung (hier: Produktentstehung und Produktionsprozesse) liegen. Zielsetzung ist der Machbarkeitsnachweis („Proof of Concept“) für die industrielle Anwendung und/oder der Aufbau eines Demonstrator-Modells.

Im Rahmen der Ausschreibung ist die Förderung von akademischen oder industriellen Einzel- oder Verbundvorhaben möglich. Die Laufzeit der Projekte ist auf 12 Monate begrenzt. Ohne etwaige zu gewährende Projektpauschalen für akademische Einrichtungen und Boni für KMUs gelten nachfolgende Grenzwerte für die Zuwendung.

  • 500.000 Euro für Verbundprojekte
  • 200.000 Euro für akademische oder industrielle Einzelvorhaben

Wichtiger Hinweis: Im Falle von rein akademischen Projekten, ist ein Begleitschreiben eines Industriepaten den einzureichenden Skizzenunterlagen beizulegen. Nähere Informationen sind dem Bekanntmachungstext sowie dem u. a. Merkblatt zu entnehmen.

Vorlagen und Merkblätter:

 

Ansprechpartner im VDI TZ:
Dr. Marc Awenius
Tel.: +49 211 6214 473
Mail: awenius@vdi.de


Tags: Materialforschung, Bekanntmachung