Von Hightech-Lasern und 3D-Druckern

Die Photonik-Akademie 2017

Meldung vom 12. April 2017 aus dem Bereich Innovationsbegleitung. Kategorien sind Nachwuchsförderung und Optische Technologien. Quelle: VDI TZ GmbH

Hands on - Bei CleanLaser wurden Oberflächen mit dem Laser gereinigt (Bildquelle: VDI TZ)

Eine Woche lang erlebten 30 ausgewählte Studierende aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik bei der Photonik Akademie 2017 digitale Produktionstechnik in Forschung und Industrie hautnah. Die Photonik-Akademie ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der deutschen Photonik-Branche. Im Auftrag des BMBF wird die Akademie seit 2012 jährlich von der VDI Technologiezentrum GMBH (VDI TZ) organisiert. Gastgeber in diesem Jahr war der Forschungscampus Digital Photonic Production (DPP) in Aachen.

Licht – Werkzeug der Zukunft
„Wir suchen die Hellsten für die Produktion von morgen“ lautete das Motto der diesjährigen Photonik-Akademie. Um Nachwuchstalente für die Hightech-Branche Photonik, welche ein überdurchschnittliches Wachstum hat und international Spitzenplätze belegt, zu gewinnen, wurden die Nachwuchswissenschaftler bei der Photonik-Akademie auf Schlüsseltechnologien zur Nutzung von Licht aufmerksam gemacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten vom 26. bis 31. März in Aachen die Grundlagen von laserbasierten Fertigungsverfahren kennen und erhielten einen umfassenden Überblick über die Interaktionskette Mensch-Maschine-Produktion und Industrie 4.0.

Bei cleanLASER in Herzogenrath, einem der führenden Anbieter für industrielle Laser-Reinigungssysteme, sprengten die Studierenden Schmutz mit einem 500 Watt-Laser von Oberflächen. Beim weltweitgrößten Lasermaschinenhersteller TRUMPF erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblick in additive Fertigungsverfahren, lernten digital vernetze Produktionsabläufe kennen und erlebten die Live-Präsentation einer fünfachsigen Laserschneidanlage, die das umgeformte Blechteil einer Automobilkarosserie binnen weniger Sekunden zurechtschnitt.

Auch die Zugfahrten von Aachen nach Ditzingen (bei Stuttgart) und zurück wurden produktiv genutzt. Mit mitgebrachten 3D-Druckern druckten die Nachwuchswissenschaftler im ICE bei über 280 km/h selbst designte Flaschenhalter. Im Rahmen des 3D-Druck Netzwerks „Mobility goes Additive“ wurde die Aktion von der Deutschen Bahn unterstützt.

Trotz eines straffen Zeitplans von morgens bis abends waren die Studierenden begeistert vom vielfältigen Programm der Photonik Akademie. Neben Informationen zu modernen Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren bekamen sie die Möglichkeit, Kontakte mit erfolgreichen Jung- sowie alteingesessenen Unternehmen zu knüpfen und erhielten bei großen, etablierten Unternehmen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte.

Hintergrund und Partner
Die Photonik-Akademie findet seit 2012 jährlich zu einem anderen Themengebiet der stark interdisziplinären Photonik statt. Sie ist Teil des Photonik Campus Deutschland – der gemeinsamen Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der deutschen Photonik-Branche sowie den Branchenverbänden VDMA, ZVEI und SPECTARIS.

Die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Photonik-Akademie wurden aus über 100 Bewerberinnen und Bewerbern von einer Fachjury ausgewählt. Unterstützer der Akademie sind in diesem Jahr AMPHOS, cleanLASER, Pulsar Photonics, Aconity3D, LightFab, Materialise, TRUMPF, die RWTH Aachen University, das FabLab der RWTH Aachen University sowie das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT.

Weitere Informationen zur Photonik-Akademie 2017.

Tags: Photonik, Photonik-Akademie, Nachwuchsförderung, BMBF