BMBF-Initiative KMU-innovativ: LIMO-Forschungsprojekt „BRILAMET“ startet durch

Meldung vom 31. August 2012 aus dem Bereich Forschungsförderung. Kategorie ist Optische Technologien. Quelle: VDI Technologiezentrum GmbH

Bearbeitungskopf beim Laserschneiden von dünnen Metallblechen. Die Materialbearbeitung mit Diodenlasern ermöglicht eine flexible, schnelle und kosteneffiziente Produktion. © LIMO/ markus-steur.de

Anfang Juli 2012 hat der Mittelständler LIMO das Forschungsprojekt "BRILAMET" (Brillante Hochleistungsdiodenlaser zur Metallbearbeitung) gestartet. Das Dortmunder Unternehmen verfolgt hier das Ziel, neueste Möglichkeiten der Lasertechnologie, insbesondere von Hochleistungsdiodenlasern, in den enorm großen und vielfältigen Bereich der Materialbearbeitung zu etablieren. Immer mehr Branchen profitieren schon heute von der Materialbearbeitung mit Lasern. Diese Art der Fertigung ermöglicht einen flexibleren Einsatz sowie eine verbesserte Qualität und Kosteneffizienz.

Im Projekt soll erstmalig mit einem fasergekoppelten Hochleistungsdiodenlaser das effiziente Schneiden von dicken Metallblechen (bis ca. 15 mm Stärke) nachgewiesen werden. Bisher wird für diese Anwendung der etablierte CO2-Laser eingesetzt, der durch einen niedrigen Wirkungsgrad und die damit verbundenen höheren Betriebskosten wenig überzeugt. Auch mit den immer häufiger nachgefragten Faserlasern kann bisher nicht die gewünschte Schnittqualität erzielt werden. Diodenlaser dagegen verfügen über besonders attraktive Eigenschaften: Sie sind sehr energieeffizient (bis 60% Wirkungsgrad), robust und kostengünstig. Zudem sind sie dank der Strahlführung mit optischen Fasern (Lichtwellenleitern) universell einsetzbar.

LIMO bearbeitet die Themenfelder Konzeptionierung und Aufbau der Diodenlasersysteme sowie Bearbeitungsköpfe. Ziel ist die Herstellung von Funktionsmustern der Laser in Leistungsstufen bis 4 kW sowie der Aufbau und Eignungstests neuartiger Bearbeitungsköpfe.

Die Diodenlasersysteme sollen durch innovative Strahlformungskonzepte mit Mikrooptiken von LIMO in ihrer Leistungsfähigkeit und Brillanz gesteigert werden. Die Bearbeitungsköpfe wiederum sollen so gestaltet werden, dass der Anschluss mehrerer Diodenlaser möglich wird. Damit kann einerseits die Leistung für die jeweilige Anwendung sehr flexibel angepasst und anderseits den besonderen Anforderungen in der Strahlqualität Rechnung getragen werden. Für das Schneiden von Metallblechen sind diese beiden Parameter von entscheidender Bedeutung.

Diese neuen Hochleistungsdiodenlaser sollen in verschiedenen Bereichen des Maschinen- und Anlagenbaus eingesetzt werden. Anwendungen können vom Automobilbereich (LKW) über den Apparate- und Behälterbau bis zum Schiffbau reichen. Das mögliche Potenzial reicht aber noch viel weiter: Zukünftige Einsatzfelder der neuen Systeme können neben der Metallbearbeitung auch in der Bearbeitung von Gläsern, Halbleitern, Keramiken und Kohlefaserwerkstoffen liegen.

Das Forschungsprojekt „BRILAMET“ wird im Rahmen der Förderinitiative "KMU-innovativ: Optische Technologien" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es gehört zu einer Reihe von Projekten, mit denen das BMBF kleine und mittlere Unternehmen in der forschungsintensiven Branche Optik und Photonik unterstützt. Es erstreckt sich über drei Jahre und verfügt über ein Projektvolumen von 1,7 Millionen Euro, davon werden rund 900.000 Euro durch das BMBF gefördert.

Mit der Projektträgerschaft hat das BMBF uns beauftragt.

Ansprechpartner

Dr. Jens Meinschien
Leiter Forschung und Entwicklung
Tel.: +49 - 231- 22 24 1 – 130
Fax: +49 - 231- 22 24 1 – 140
j.meinschien-junk@limo.de        

Katrin Theiler
PR & Marketing
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Fax: +49 - 231- 22 24 1 – 140
k.theiler@limo.de

Weitere Informationen / Pressematerial

www.limo.de
Download Projektsteckbrief BRILAMET (PDF)

 

Tags: Photonik, BMBF, Verbundprojekte, KMU-innovativ, Laser, Lasermaterialbearbeitung, Diodenlaser