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BMBF-Fördermaßnahme „Bioaktive Implantate“

Förderung

Bekanntmachung Bioaktive Implantate

Die Biologisierung von Medizinprodukten und insbesondere von Implantaten steht verstärkt im Fokus innovativer Entwicklungen. Sollen Implantate optimal an die menschliche Physiologie angepasst werden, greift man zunehmend auf das große Potenzial molekularer Regenerationstechnologien einerseits und Werkstoff- und Nanotechnologien andererseits zurück.

Im angekündigten Förderschwerpunkt sollen daher industrie-orientierte Verbundprojekte gefördert werden, die sich dem Zusammenwirken dieser Schlüsseltechnologien zur Realisierung innovativer Implantate verschreiben.

Projektskizzen im Rahmen der 2. Ausschreibungsrunde sind beim Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH bis spätestens 5. August 2010 einzureichen.

Weitere Fördermaßnahmen befinden sich derzeit in Vorbereitung.

Der Markt für medizintechnische Produkte hat sich in den letzten Jahren weltweit zu einem Wachstumsmarkt entwickelt. Deutschland nimmt hinter den USA und Japan Platz drei als Absatzmarkt und Produzent für Medizinprodukte ein. Grundlage der guten deutschen Position ist eine bei wachsender Unternehmenszahl klein- und mittelständig strukturierte Unternehmenslandschaft mit hohem Forschungs- und Entwicklungsanteil. Mit der Bekanntmachung „Bioaktive Implantate“ soll die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Medizintechnikunternehmen im Bereich der Implantate gestärkt und durch neuartige Systeme Nutzen für Patienten und Gesellschaft erzielt werden.

In der Medizintechnik zeichnet sich zunehmend ein Trend des Zusammenwirkens mit Pharmazie und Biotechnologie ab. Sichtbar wird dies bei Medizinprodukt-Arzneimittelkombinationen, wie z.B. medikamentenbeschichtete Gefäßstützen (Stents), aber auch in der „Biologisierung“ medizintechnischer Produkte, wie bei mit Biomolekülen beschichteten Implantaten.

Der Einsatz von Nanotechnologien bei der Entwicklung von Implantaten ermöglicht die Gestaltung von Grenzflächen sowie eine gezielte Nutzung von Grenzflächenphänomenen im biologischen Umfeld, so dass für die Grenzfläche eine eigenständige medizinische Funktion definiert werden kann. Um diese Entwicklung voranzutreiben, sollen neue Ansätze der Nano- und Werkstofftechnologien für Implantate unterstützt werden, die den zunehmenden Bedürfnissen nach optimaler Anpassung der Implantate an die menschliche Physiologie nachkommen. Zudem gilt es, neue Lösungsansätze der Nano- und Werkstofftechnologien auf ihr Potenzial für Implantate mit verbesserten oder völlige neuen Funktionalitäten zu untersuchen.

Im angekündigten Förderschwerpunkt soll die Nutzung und Weiterentwicklung von Bio-, Nano- oder Werkstofftechnologien in der Schlüsselbranche Medizintechnik und hier speziell in der Implantatmedizin in industriellen Verbundprojekten gefördert werden.


Informationen und Unterlagen

Bekanntmachung

FAQ - Fragen zur Förderung im Rahmen von BMBF-Projekten

 

Ansprechpartner
Bujok, Oliver, Dr.
Tel.: Tel.: +49 (0) 211 6214-476
Kloock, Joachim P., Dr.-Ing.
Tel.: Tel.: +49 (0) 211 6214-657