BMBF-Nachwuchswettbewerb – NanoMatFutur

Einreichungsfrist: 30. September 2015 – 30. September 2016

Deutschlands Rohstoff für Innovationen ist das Know-how zur Umsetzung von Ideen und Forschungsergebnissen in die wirtschaftliche Nutzung. Die Kreativität und der Ideenreichtum qualifizierter Mitarbeiter sind auch für die Industrie wichtige Erfolgsfaktoren. Insbesondere in den Hochtechnologiebranchen im MINT-Bereich werden damit Inventionen und Innovationen auf den Weg gebracht. Dies gilt besonders für die Materialforschung, die als Querschnittstechnologie für viele deutsche Schlüsselbranchen, wie z. B. die Chemiebranche, die Automobilindustrie oder die Medizintechnik, eine große Bedeutung hat. Junge Akademiker geben der Industrie mit neuen Denkansätzen wichtige Impulse für die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in Form neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Damit sorgen sie für eine stetige Weiterentwicklung des Technologiestandortes Deutschland.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, auf Grundlage des Rahmenprogramms “Vom Material zur Innovation“ Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler in den Bereichen Materialwissenschaften und Werkstofftechnik zu fördern.

Ziel der BMBF-Fördermaßnahme „NanoMatFutur“ ist es, einem jüngeren, in der Forschung bereits erfahrenen wissenschaftlichen Personenkreis die Möglichkeit zu geben, in Deutschland eine eigene, unabhängige Nachwuchsgruppe aufzubauen und neue interdisziplinäre Forschungsansätze in der Materialforschung oder Nanotechnologie zu bearbeiten. Typischerweise sind diese Forschungsarbeiten im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung mit Bezug zur industriellen Umsetzung angesiedelt. In diesem Konzept qualifizieren sich Nachwuchsforscher für die akademische Laufbahn und übernehmen gleichzeitig die Ausbildung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Durch Ausloten des Anwendungs- und Technologiepotenzials ihrer Ideen und durch die Vorbereitung industrieller Anwendungen können sie sich für Leitungsaufgaben in Wirtschaft und Forschung empfehlen, auch im Hinblick auf eine eigene Unternehmensgründung.

Gegenstand der Förderung sind Einzelvorhaben an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die sich auf werkstoffwissenschaftliche und/oder nanotechnologische Fragestellungen richten und zur weiteren Qualifizierung sowie Förderung der wissenschaftlichen Selbstständigkeit der Nachwuchsforscher geeignet sind. Vorrangig sollen solche Forschungsthemen bearbeitet werden, die eine Zusammenarbeit über die Grenzen der klassischen naturwissenschaftlichen Disziplinen hinweg zwingend erforderlich machen. Die Ingenieurwissenschaften sollen dabei einbezogen werden.
Die Forschungsthemen adressieren insbesondere die Anwendungsfelder des BMBF-Rahmenprogramms "Vom Material zur Innovation":

a. Werkstoffe für die Energietechnik
b. Nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Materialien
c. Werkstoffe für Mobilität und Transport
d. Materialien für Gesundheit und Lebensqualität
e. Werkstoffe für zukünftige Bausysteme

Erwartet wird eine nachhaltige Nutzung der wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlich anwendbaren Ergebnisse. Neben Publikation und Patentierung von Erkenntnissen und Projektergebnissen umfasst dies auch geeignete Maßnahmen zum Technologietransfer und zur industriellen Verwertung.

Die Vorlage der Projektskizzen ist in zwei Ausschreibungsrunden vorgesehen.
Die Vorlagefristen enden am:
30. September 2015 und 30. September 2016

Die Voraussetzungen für die Kandidatur und alle weiteren Angaben zur Teilnahme am BMBF-Nachwuchswettbewerb NanoMatFutur sowie zum Verfahren der Skizzeneinreichung finden Sie in der Förderbekanntmachung des BMBF.

Tags: Nanotechnologie, BMBF, Nachwusswettbewerb, Nachwuchsförderung, Gesundheit, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik, Pharma, Ressourcen, Mobilität, Energie, Bauwesen